| Elektronische Musik ist anders ...
Der Begriff 'Elektronische Musik' wird inzwischen von den verschiedensten
Musikrichtungen benutzt, die in irgend einer Weise elektronische
- oder elektroakustische Musikinstrumente benutzen.
So ist die ursprüngliche
Bedeutung des Begriffes E.M. fast schon in Vergessenheit geraten.
Heute wird E.M. gerne
mit den popularmusikalischen Stilen wie die 'Berliner Schule' um
Tangerine Dream und Klaus Schulze, Meditationsmusik, New Age,
allgemeine Synthesizermusik (Synthiepop) und den großen
Bereich der Techno-Musik mit all ihren individuellen Stilen gleichgesetzt.
Die Elektronische
Musik jedoch ...
- grenzt sich gegen die Musik mit mechanischen Musikinstrumenten
ab
- hebt den Klang gegenüber
der Struktur und Form hervor
- hebt die europäischen
und außereuropäischen Ton-Skalen auf
- hebt den metrisch
geprägten Rhythmus auf
- verlangt nach neuen
Aufführungsformen, da Sie aus Lautsprechern kommt
Audiobeispiele
Weitere Stimmen hierzu ...
John Cage | Herbert Eimert |
Werner Meyer-Eppler
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"Da sich (...) auf elektronischem
Wege Klänge und Klanggestalten erzeugen lassen, welche
die traditionelle Musik nicht kennt, und da allgemein die
sinnvolle Anwendung elektronischer Klangerzeuger jenseits
der Grenzen zu suchen ist, die den mechanischen Musikinstrumenten
gesetzt sind, versteht man unter elektronischer Musik die
neuartige, metamusikalische Klangwelt." (Herbert Eimert)
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"Elektroakustische Musik ist ein
Terminus, der als wörtliche Übersetzung von
(frz.)
"musique électroacoustique" (ein Begriff aus der Musique-concrète-Nachfolge,
wie er etwa von L. Ferrari gebraucht wird) neuerdings in
deutschsprachigen Publikationen (97) benutzt wird obwohl
sich hier wie in ganz Europa und in Amerika der Begriff
E.M. (musica elettronica (italien), elektronisk musik (Schweden),
elektronische muziek (Niederlande), musiqué electronique
(Belgien und Frankreich), elektronická hudba (Tschechoslowakei)
usw.) bzw. electronic music seit fast 20 Jahren durchgesetzt
hat (-> Terminologie)" (Eimert/ Humpert: Das Lexikon der
elektronischen Musik, Köln 1972 S.75)
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 "Musik ist nicht schon dann
"elektronisch" zu nennen, wenn sie sich elektronischer Hilfsmittel
bedient, da es hierzu keineswegs genügt, die bereits vorhandene
Tonwelt oder gar eine bestehende Musik ins Elektroakustische zu übertragen."
(Werner Meyer-Eppler)
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"Ich glaube, der Einsatz des Geräuschs zur Herstellung
wird zunehmen, bis wir zu einer Musik gelangen, die mit Hilfe
elektronischer Instrumente produziert wird, die uns sämtliche
Klänge, die das Gehör wahrnehmen kann, zur Verfügung stellen
wird." (John Cage 1937)
"die nützlichkeit des unnützen ist eine gute nachricht für künstler - denn kunst dient keinem nützlichen zweck - sie hat mit der veränderung der hör- und sehgewohnheiten und des geistes zu tun." (John Cage 1983)
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